Digitale und Analoge Nachtsichtgeräte

Unterschied zwischen Digitaler und Analoger Nachtsicht

Grundlagen: Digital vs. Analog

Beim Kauf eines Nachtsichtgeräts stellt sich häufig die Frage, ob ein digitales oder ein analoges Gerät mit Bildverstärkerröhre besser zum geplanten Einsatz passt. Beide Technologien verfolgen dasselbe grundlegende Ziel: Sie sollen bei sehr wenig vorhandenem Licht ein für dich erkennbares Bild erzeugen.

Die Art der Bilderzeugung unterscheidet sich jedoch deutlich. Digitale Nachtsichtgeräte verwenden einen elektronischen Bildsensor und stellen das verarbeitete Bild auf einem Display dar. Analoge Nachtsichtgeräte verstärken das vorhandene Restlicht dagegen innerhalb einer Bildverstärkerröhre und zeigen das Ergebnis unmittelbar über einen Leuchtschirm an.

Aus diesen unterschiedlichen Funktionsweisen ergeben sich Unterschiede bei Bilddarstellung, Verzögerung, Zusatzfunktionen, Empfindlichkeit gegenüber hellem Licht, Energieverbrauch und Preis. In diesem Ratgeber erklären wir dir die wichtigsten Merkmale beider Technologien und helfen dir dabei, die technischen Angaben besser einzuordnen.

Aktuell erhältliche digitale Modelle und passendes Zubehör findest du in unserer Kategorie Nachtsichtgeräte für die Jagd. Besonders umfangreich ist das Sortiment des Herstellers PARD, das Nachsatzgeräte, Beobachtungsgeräte und passende Montageadapter umfasst.


Was ist ein digitales Nachtsichtgerät?

Digitale Nachtsichtgeräte verwenden einen lichtempfindlichen elektronischen Sensor, meistens einen CMOS-Sensor. Dieser erfasst das durch das Objektiv einfallende sichtbare und nahe infrarote Licht. Ein Bildprozessor verarbeitet die aufgenommenen Daten und stellt das fertige Bild auf einem internen LCD- oder OLED-Display dar.

Bei ausreichendem Restlicht können empfindliche digitale Geräte ohne zusätzliche Beleuchtung verwendet werden. Bei sehr wenig Licht oder vollständiger Dunkelheit ist häufig ein integrierter oder externer Infrarotstrahler erforderlich. Dieser beleuchtet die Umgebung mit nahem Infrarotlicht, das vom Sensor erfasst und als sichtbares Bild dargestellt wird.

Ein wichtiger Vorteil digitaler Nachtsichttechnik sind die möglichen Zusatzfunktionen. Abhängig vom Modell stehen Foto- und Videoaufzeichnung, WLAN-Verbindung, App-Steuerung, digitaler Zoom, verschiedene Bildmodi und eine externe Stromversorgung zur Verfügung.

Digitale Geräte sind außerdem in der Regel weniger empfindlich gegenüber kurzzeitig einfallendem hellem Licht als klassische analoge Bildverstärkerröhren. Trotzdem solltest du auch ein digitales Gerät nur entsprechend der Bedienungsanleitung verwenden. Starkes direktes Licht kann den Sensor übersteuern und die Beobachtung vorübergehend beeinträchtigen.

Die Bildqualität eines digitalen Geräts hängt nicht allein von der beworbenen Sensorauflösung ab. Ebenso wichtig sind Objektiv, Lichtempfindlichkeit, Displayauflösung, Bildfrequenz, Bildverarbeitung und die Qualität der Infrarotbeleuchtung. Eine hohe Pixelzahl kann keine unzureichende Optik oder eine ungeeignete Beleuchtung vollständig ausgleichen.

Ein kompaktes digitales Beobachtungsgerät ist das PARD NV009 Monokular-Nachtsichtgerät. Es besitzt einen CMOS-Sensor mit 1.920 × 1.080 Pixeln, ein OLED-Display mit 1.024 × 768 Pixeln und eine optische Grundvergrößerung von 4,7-fach. Das Gerät bietet außerdem Foto- und Videoaufzeichnung, WLAN sowie einen integrierten Infrarotstrahler.


Unser Topseller unter den digitalen Nachtsichtgeräten: Das Pard NV007V2

    Das PARD NV007SP2 4K Nachtsichtgerät ist der aktuelle Nachfolger der bekannten NV007-Modelle. Es handelt sich um ein digitales Nachsatzgerät, das hinter dem Okular eines geeigneten Zielfernrohrs montiert werden kann. Darüber hinaus lässt es sich als handgeführtes Beobachtungsgerät nutzen.

    • Sensor: CMOS-Sensor mit 3.840 × 2.160 Pixeln
    • Display: OLED-Display mit 1.600 × 1.200 Pixeln
    • Objektiv: 20-mm-Linse
    • Grundvergrößerung: 2,2-fach
    • Sehfeld: 26,2 Meter auf 100 Meter
    • Digitaler Zoom: mehrere wählbare Vergrößerungsstufen
    • Verbindungen: WLAN, HDMI und USB-C
    • Aufzeichnung: Foto- und Videoaufnahme auf MicroSD-Karte
    • Stromversorgung: austauschbarer 18650-Lithium-Ionen-Akku
    • Schutzklasse: IP67

    Das PARD NV007SP2 4K ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Je nach Variante kannst du zwischen einem 850-nm- und einem 940-nm-Infrarotstrahler sowie einer Ausführung mit oder ohne Laser-Entfernungsmesser wählen.

    Ein 850-nm-Strahler bietet üblicherweise eine höhere nutzbare Reichweite und ein helleres Sensorbild. An der Lichtquelle kann jedoch ein schwaches rotes Glimmen wahrnehmbar sein. Ein 940-nm-Strahler arbeitet unauffälliger, liefert bei vergleichbarer Leistung aber häufig eine geringere effektive Reichweite.

    Im Lieferumfang befindet sich ein Montageadapter mit einem Durchmesser von 45 mm sowie mehrere Reduzierringe. Für andere Okulardurchmesser findest du im Shop den passenden PARD NV007S/SP Schnellspann-Montageadapter.

    Weitere Nachtsichtgeräte, Wärmebildlösungen und kompatibles Zubehör des Herstellers findest du auf unserer PARD-Herstellerseite.

     

Was ist ein analoges (Röhren-) Nachtsichtgerät?

Analoge Nachtsichtgeräte arbeiten mit einer Bildverstärkerröhre. Die Photokathode ist dabei ein Bestandteil dieser Röhre und nicht mit der gesamten Röhre gleichzusetzen.

Das durch das Objektiv einfallende Restlicht trifft zunächst auf die Photokathode. Dort werden die Lichtteilchen in Elektronen umgewandelt. Bei modernen Röhren werden diese Elektronen anschließend in einer Mikrokanalplatte vervielfacht. Danach treffen sie auf einen Phosphorschirm, der sie wieder in sichtbares Licht umwandelt.

Abhängig vom verwendeten Phosphor erscheint das Bild beispielsweise grün oder in Schwarz-Weiß. Die Bilddarstellung erfolgt ohne die bei digitalen Geräten notwendige vollständige Sensor- und Prozessorverarbeitung. Dadurch wirkt die Bewegung häufig sehr unmittelbar und flüssig.

Analoge Bildverstärkerröhren werden häufig verschiedenen Generationen zugeordnet. Die Generation allein reicht jedoch nicht aus, um die tatsächliche Leistung zuverlässig zu beurteilen. Wichtige Werte sind unter anderem die Auflösung in Linienpaaren pro Millimeter, das Signal-Rausch-Verhältnis, die Lichtempfindlichkeit, der sogenannte FOM-Wert und gegebenenfalls eine automatische Helligkeitsregelung oder Autogating-Funktion.

Hochwertige analoge Geräte können bei sehr geringem Restlicht ein detailreiches und natürlich wirkendes Bild erzeugen. Sie benötigen nicht in jeder Situation einen zusätzlichen IR-Aufheller. Bei vollständiger Dunkelheit ist jedoch auch eine Bildverstärkerröhre auf eine zusätzliche Infrarotbeleuchtung angewiesen.

Ein Nachteil analoger Technik ist die Empfindlichkeit gegenüber sehr hellem Licht. Moderne Schutzschaltungen können die Röhre vor Überbelichtung schützen, trotzdem solltest du Scheinwerfer, Lampen und andere starke Lichtquellen nicht unnötig direkt betrachten. Außerdem besitzen analoge Geräte normalerweise keine integrierte Foto-, Video- oder WLAN-Funktion.

In unserem aktuellen Sortiment liegt der Schwerpunkt auf digitalen Nachtsichtgeräten. Dadurch stehen dir verschiedene Geräte mit Aufnahmefunktion, austauschbaren Akkus und App-Anbindung zur Verfügung.


Leistungsparameter im Vergleich

Auflösung und Bildschärfe

Die Auflösung ist ein wichtiger Faktor für die Bildqualität, wird bei digitalen und analogen Geräten aber unterschiedlich angegeben.

Bei einem digitalen Nachtsichtgerät solltest du zwischen Sensorauflösung, Displayauflösung und Aufnahmeauflösung unterscheiden. Die Sensorauflösung beschreibt, wie viele Bildpunkte aufgenommen werden. Die Displayauflösung bestimmt, mit wie vielen Bildpunkten du das Ergebnis im Okular siehst. Die Auflösung gespeicherter Fotos oder Videos kann wiederum von beiden Werten abweichen.

Eine durch Software hochgerechnete Bilddatei enthält zwar mehr Pixel, aber nicht automatisch mehr tatsächlich aufgenommene Details. Digitale Bildverarbeitung kann Kontrast, Rauschen und Schärfeeindruck verbessern. Sie kann jedoch keine Bildinformationen vollständig ersetzen, die Sensor und Objektiv nicht erfasst haben.

Das PARD NV007SP2 4K kombiniert beispielsweise einen Sensor mit 3.840 × 2.160 Pixeln mit einem OLED-Display, das 1.600 × 1.200 Pixel darstellt. Bei einem Produktvergleich solltest du deshalb nicht allein mit der Bezeichnung „4K“ arbeiten, sondern das gesamte optische System berücksichtigen.

Bei analogen Geräten wird die räumliche Auflösung üblicherweise in Linienpaaren pro Millimeter angegeben. Die wahrgenommene Bildqualität hängt zusätzlich vom Signal-Rausch-Verhältnis, der Röhrenverstärkung, dem Objektiv, dem Phosphorschirm und den Lichtverhältnissen ab.

Ein analoges Gerät mit einer hohen Auflösung, aber einem schwachen Signal-Rausch-Verhältnis kann bei sehr wenig Licht ein deutlich körniges Bild zeigen. Umgekehrt kann eine Röhre mit ausgewogenen Leistungswerten in der Praxis angenehmer und detailreicher wirken, obwohl ein einzelner Datenblattwert niedriger ausfällt.

Weitere Erklärungen zu Sensor, Display, Vergrößerung, Sehfeld und Reichweite findest du in unserem Ratgeber Funktionen und Kennzahlen bei Nachtsichtgeräten.

     

Reaktionszeit auf Lichtwechsel

Die Reaktionszeit beschreibt, wie schnell sich das dargestellte Bild an veränderte Lichtverhältnisse und Bewegungen anpasst. Das ist besonders wichtig, wenn du das Gerät schwenkst, sich Wild bewegt oder plötzlich eine Lichtquelle im Sichtfeld erscheint.

Analoge Nachtsichtgeräte erzeugen ihr Bild unmittelbar in der Bildverstärkerröhre. Dadurch besteht praktisch keine wahrnehmbare Verzögerung durch eine digitale Bildverarbeitung. Moderne Röhren können außerdem über automatische Helligkeitsregelungen oder Autogating verfügen, um starke Lichtwechsel besser zu verarbeiten.

Digitale Geräte müssen das Sensorsignal zunächst auslesen, verarbeiten und auf dem Display darstellen. Dadurch entsteht technisch bedingt eine gewisse Verzögerung. Wie deutlich du diese wahrnimmst, hängt von Sensor, Prozessor, Software, Display und Bildfrequenz ab.

Moderne digitale Nachtsichtgeräte können dennoch ein flüssiges Bild liefern. Eine hohe und stabile Bildfrequenz ist beim Schwenken und bei der Beobachtung bewegter Tiere besonders wichtig. Eine hohe Sensorauflösung allein sagt nichts darüber aus, wie flüssig das Bild dargestellt wird.

Bei einem plötzlichen starken Lichtwechsel kann ein digitales Bild vorübergehend überbelichtet wirken, bis die automatische Belichtungsregelung reagiert. Analoge Röhren können durch eine helle Lichtquelle ebenfalls überstrahlt werden. Hochwertige Schutz- und Regelungssysteme reduzieren diesen Effekt, beseitigen ihn aber nicht unter allen Bedingungen vollständig.


Energienutzung und Akkulaufzeit

Die Laufzeit ist besonders wichtig, wenn du das Nachtsichtgerät über mehrere Stunden beim Ansitz, bei der Pirsch oder bei der Revierbeobachtung verwendest.

Analoge Bildverstärkerröhren können vergleichsweise energieeffizient arbeiten, da sie weder einen digitalen Bildprozessor noch ein hochauflösendes Display benötigen. Die tatsächliche Laufzeit hängt dennoch von der Röhre, der Stromversorgung, möglichen Zusatzfunktionen und den verwendeten Batterien ab.

Digitale Geräte benötigen Energie für Sensor, Prozessor, Display und gegebenenfalls WLAN, Aufnahmefunktion und Infrarotbeleuchtung. Besonders ein leistungsstarker IR-Strahler kann die Akkulaufzeit deutlich verkürzen.

Viele aktuelle Geräte verwenden austauschbare 18650-Akkus. Dadurch kannst du bei längeren Einsätzen einen geladenen Ersatzakku mitführen. Passend zu verschiedenen PARD- und SYTONG-Geräten findest du den 18650-Ersatzakku mit 3,7 Volt und 3.200 mAh.

Für das gleichzeitige Laden von zwei geeigneten Akkus steht das Xtar MC2 Ladegerät für 18650-Akkus zur Verfügung. Prüfe vor der Nutzung immer, ob Akku, Ladegerät und Nachtsichtgerät technisch miteinander kompatibel sind.

Einige digitale Geräte können zusätzlich über USB-C mit einer Powerbank betrieben werden. Das verlängert die Einsatzzeit, kann aber durch ein zusätzliches Kabel die Handhabung beeinflussen. Deaktiviere WLAN, Aufnahme und eine unnötig hohe Displayhelligkeit, wenn du diese Funktionen nicht benötigst.


Praktische Anwendungen

Eignung für verschiedene Jagdszenarien

Die nächtliche Jagd stellt besondere Anforderungen an Ausrüstung, Beobachtung und Sicherheit. Welches Nachtsichtgerät sinnvoll ist, hängt von der Jagdart, der Revierstruktur, der Beobachtungsentfernung und den geltenden rechtlichen Vorgaben ab.

Analoge Geräte können ihre Vorteile bei sehr geringem Restlicht, schnellen Bewegungen und häufigen Lichtwechseln ausspielen. Das Bild wirkt unmittelbar und besitzt keine durch einen digitalen Prozessor verursachte Bildverzögerung. Hochwertige Röhren sind jedoch kostspielig und können empfindlich auf starke Lichtquellen reagieren.

Digitale Geräte bieten vielseitige Einstellungs- und Dokumentationsmöglichkeiten. Helligkeit, Kontrast, Bildmodus und digitale Vergrößerung können häufig angepasst werden. Foto- und Videoaufnahmen lassen sich abhängig vom Modell direkt speichern oder über WLAN an ein Smartphone übertragen.

Nur spezielle Multispektralgeräte kombinieren digitale Nachtsicht und Wärmebildtechnik in einem Gehäuse. Ein gewöhnliches digitales Nachtsichtgerät kann nicht einfach in einen Wärmebildmodus umgeschaltet werden. Für das schnelle Auffinden von Wild ist daher häufig ein separates Wärmebildgerät sinnvoll.

Bei der Pirsch sind geringes Gewicht, ein großes Sehfeld und eine einfache Bedienung wichtig. Als handgeführtes digitales Beobachtungsgerät eignet sich beispielsweise das PARD NV009 Monokular.

Bei der Ansitzjagd kann ein Nachsatzgerät wie das PARD NV007SP2 4K oder das SYTONG HT-88 interessant sein. Beide Geräte können hinter einer geeigneten Tagesoptik montiert und zusätzlich als Handgerät verwendet werden.

Das SYTONG HT-88 besitzt ein OLED-Display mit 1.440 × 1.080 Pixeln und ein Sehfeld von etwa 40 Metern auf 100 Meter. Das breitere Sehfeld kann insbesondere auf kürzeren Entfernungen und in Waldrevieren hilfreich sein.

Unabhängig von der verwendeten Technik müssen Wild, Vordergelände und Kugelfang sicher beurteilt werden können. Beachte außerdem die aktuellen waffen- und jagdrechtlichen Vorschriften deines Bundeslandes.

Ausführliche Hinweise zu Jagdarten und gesetzlichen Grundlagen findest du in unserem Ratgeber Nachtsicht und Jagd.

     

Nutzen im Bereich der Überwachung und Sicherheit

Auch bei der nächtlichen Überwachung von Grundstücken, Gebäuden oder schwer einsehbaren Bereichen können digitale und analoge Nachtsichtgeräte eingesetzt werden. Dabei bestehen je nach Aufgabe unterschiedliche Anforderungen.

Analoge Geräte bieten eine unmittelbare Bilddarstellung und können bei sehr wenig Restlicht besonders leistungsfähig sein. Da sie gewöhnlich keine Aufnahme- oder Netzwerkfunktionen besitzen, eignen sie sich vor allem für die direkte Beobachtung durch eine Person.

Digitale Nachtsichtgeräte bieten dagegen Vorteile bei der Dokumentation. Fotos und Videos können gespeichert, auf einen Computer übertragen oder bei geeigneten Modellen über WLAN auf einem Smartphone angezeigt werden.

Ein digitales Gerät lässt sich jedoch nicht automatisch in ein bestehendes Überwachungsnetzwerk integrieren. Ob eine dauerhafte Bildübertragung, eine App-Verbindung oder ein Livebild möglich ist, hängt vom konkreten Modell ab. Viele jagdliche Nachtsichtgeräte sind für eine zeitlich begrenzte Beobachtung und nicht für den permanenten Betrieb als Überwachungskamera konstruiert.

Beachte bei allen Aufnahmen die geltenden Datenschutz- und Persönlichkeitsrechte. Die technische Möglichkeit zur Aufnahme berechtigt dich nicht dazu, öffentliche Wege, Nachbargrundstücke oder fremde Personen ohne geeignete Rechtsgrundlage zu überwachen.

Für eine dauerhafte und automatisierte Revierbeobachtung kann eine Wildkamera geeigneter sein als ein handgeführtes Nachtsichtgerät.


Kaufberatung: Worauf ist zu achten?

Funktionalitäten

Bevor du dich für ein bestimmtes Nachtsichtgerät entscheidest, solltest du festlegen, welche Funktionen für deinen geplanten Einsatz tatsächlich wichtig sind.

Bei einem digitalen Gerät gehören dazu insbesondere:

  • Sensorauflösung und Lichtempfindlichkeit
  • Auflösung und Art des Displays
  • optische Grundvergrößerung und digitales Zoom
  • Sehfeld auf 100 Meter
  • Bildfrequenz und wahrnehmbare Verzögerung
  • 850-nm- oder 940-nm-Infrarotstrahler
  • Foto- und Videoaufzeichnung
  • WLAN- und App-Verbindung
  • Akkutyp und externe Stromversorgung
  • Schutzklasse und Temperaturbereich
  • Gewicht und Bedienbarkeit mit Handschuhen
  • Kompatibilität mit vorhandenen Adaptern und Optiken

Bei einem analogen Gerät solltest du unter anderem Auflösung, Signal-Rausch-Verhältnis, FOM-Wert, Photokathodenempfindlichkeit, Phosphorfarbe und mögliche Schutzfunktionen gegen starke Lichtquellen vergleichen.

Ein externer IR-Aufheller kann sinnvoll sein, wenn der integrierte Strahler nicht ausreichend fokussierbar ist oder du eine andere Wellenlänge benötigst. Der Fritzmann IR-Aufheller mit 940 nm ist stufenlos dimmbar und fokussierbar. Die angegebene Beleuchtungsreichweite darf jedoch nicht mit der sicheren Identifikationsreichweite deines Nachtsichtgeräts gleichgesetzt werden.

Prüfe bei Nach- und Vorsatzgeräten außerdem sorgfältig die Montagemöglichkeit. Durchmesser, Gewinde und Gerätegeneration müssen zum Adapter passen. Ein äußerlich ähnlicher Adapter ist nicht automatisch mit jedem Gerät oder Zielfernrohr kompatibel.

Alle aktuell erhältlichen PARD-Geräte, Montageadapter, Akkus und Wärmebildlösungen findest du auf unserer PARD-Herstellerseite. Alternative digitale Nachsatzgeräte stehen auf der SYTONG-Herstellerseite zur Verfügung.


Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Budget spielt bei der Auswahl eines Nachtsichtgeräts eine wichtige Rolle. Der Preis sollte jedoch immer im Zusammenhang mit der tatsächlich benötigten Leistung und dem vollständigen Zubehör betrachtet werden.

Ein preisgünstiges Gerät kann eine gute Wahl sein, wenn es zu deinen üblichen Beobachtungsentfernungen und Lichtverhältnissen passt. Eine hohe maximale Reichweite, ein umfangreicher digitaler Zoom oder eine besonders große Fotoauflösung sind nicht automatisch notwendig.

Umgekehrt bedeutet ein höherer Preis nicht zwangsläufig, dass das Gerät für dein Revier besser geeignet ist. Ein Modell mit hoher Grundvergrößerung und engem Sehfeld kann auf großen Feldflächen sinnvoll sein, im Wald auf kurzen Entfernungen aber die Orientierung erschweren.

Berücksichtige beim Preisvergleich neben dem Nachtsichtgerät auch mögliche Zusatzkosten für:

  • Montage- und Schnellspannadapter
  • IR-Strahler
  • Ersatzakkus und Ladegerät
  • Speicherkarte
  • Transport- und Schutzzubehör
  • Entfernungsmesser oder zusätzliche Optik

Für die handgeführte Beobachtung bietet das PARD NV009 einen vergleichsweise günstigen Einstieg mit Aufnahme- und WLAN-Funktion. Benötigst du ein leistungsfähiges Nachsatzgerät mit hochauflösendem Sensor, ist das PARD NV007SP2 4K die umfangreichere Lösung.

Das SYTONG HT-88 inklusive 45-mm-Adapter bietet eine Alternative mit besonders großem Sehfeld. Vergleiche dabei nicht nur den Preis, sondern auch Grundvergrößerung, Display, Sensor, Lieferumfang und die Kompatibilität mit deiner vorhandenen Optik.

Kundenbewertungen können zusätzliche Hinweise zu Bedienung und Alltagstauglichkeit liefern. Sie ersetzen jedoch keine Prüfung der technischen Daten und der Anforderungen deines eigenen Reviers.

Eine fachkundige Beratung ist besonders dann sinnvoll, wenn du zwischen verschiedenen Montagearten, Infrarotwellenlängen oder Adaptergrößen wählen musst. In unserem Onlineshop findest du digitale Geräte und Zubehör verschiedener Hersteller:

Hier findest du unsere Nachtsichtgeräte und das passende Zubehör.


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